BlackBoards Patent-Versprechen (Patent-Pledge)

BlackBoard bekommt ein wenig nasse Füsse, da deren E-Learning-Patent erneut überprüft wird. Wahrscheinlich um zu retten, was noch zu retten ist, will die Firma im Rahmen eines »Patent-Gelöbnisses« (Patent-Plege) das Patent zur Nutzung freigeben. Denn wie es aussieht, hat das Patent bei der Neuüberprüfung wegen »prior art« nur geringe Chancen (wenn man die im Patent beschriebene Technik als nicht neu nachweist, wird das Patent aberkannt, deswegen wurde auch die Wikipedia-Seite »History of virtual learning environments« aufgebaut).

Ärgerlich an BlackBoards Angebot ist zudem, dass es nicht ohne Hintertüren daherkommt, wie Heise Online berichtet:

So sorge der Passus, dass das Versprechen nicht gelte, wenn Open-Source-Software mit proprietären Lösungen gebündelt werde, eher für Verwirrung. Blackboard selbst aber meint zu dem inkriminierten Passus, dabei gehe es lediglich um solche Anbieter, die Open Source so mit proprietärer Software bündelten, dass diese nur als Gesamtpaket funktioniere oder lizenziert werden könne. Lediglich diese Anbieter wären dann nicht von Patentansprüchen ausgenommen.

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